Recherchiert und zusammengetragen von der BVJ-K Neustart (03/2026)
Unsere Schule ist nach einem Mann benannt, der Bayern technisch stark geprägt hat. Oskar von Miller war Ingenieur, Visionär und Gründer des Deutschen Museums. Mit seinen Ideen zur Stromversorgung und Wasserkraft hat er die Modernisierung Bayerns entscheidend vorangebracht.

Oskar von Miller wurde am 7. Mai 1855 in München geboren. Er studierte Bauingenieurwesen, interessierte sich aber besonders für die damals noch neue Elektrotechnik. Vieles brachte er sich selbst bei.Schon früh beschäftigte ihn eine große Frage: Wie kann man Elektrizität über weite Strecken transportieren?
Ein spektakulärer Versuch gelang ihm schließlich: Er schaffte es, Strom über rund 60 Kilometer von Miesbach nach München zu übertragen – ein Meilenstein für die damalige Zeit.
1890 gründete Oskar von Miller sein eigenes Ingenieurbüro und arbeitete intensiv an der Nutzung von Wasserkraft zur Stromerzeugung.1892 entstand nach seinen Plänen ein Wasserkraftwerk in Schöngeising.
Von dort wurde die Stadt Fürstenfeldbruck mit elektrischer Straßenbeleuchtung versorgt – eine der ersten Städte Bayerns mit Strom.Viele seiner Projekte prägen die Energieversorgung bis heute.
Besonders bedeutend war ein Projekt zwischen 1918 und 1924: der Bau des Walchenseekraftwerks.
Damals war es das größte Speicherkraftwerk der Welt. Es nutzt bis heute die Kraft des Wassers aus den Alpen, um Strom zu erzeugen. Parallel dazu setzte sich Oskar von Miller für ein bayernweites Stromnetz ein.
Aus dieser Idee entstand später das Bayernwerk.
Neben seiner Arbeit als Ingenieur hatte Oskar von Miller noch einen großen Traum: ein Museum, das Naturwissenschaft und Technik für alle Menschen verständlich macht. 1903 gründete er deshalb das Deutsche Museum in München. Bis heute gehört es zu den größten und bekanntesten Technikmuseen der Welt.
Oskar von Miller starb 1934 im Deutschen Museum. Sein Lebenswerk wirkt bis heute weiter:
in Wasserkraftwerken, in der Stromversorgung Bayerns, in Forschungsinstituten und im Deutschen Museum.
Er hat gezeigt, wie technische Ideen das Leben vieler Menschen verbessern können.
Der Name Oskar von Miller steht für Neugier, technische Innovation und den Mut, neue Wege zu gehen. Genau diese Eigenschaften sind auch für unsere Schule wichtig. Viele Schülerinnen und Schüler bereiten sich hier auf Berufe im technischen oder handwerklichen Bereich vor. Oskar von Miller zeigt, wie Ideen, Wissen und Ausdauer dazu beitragen können, die Zukunft zu gestalten. Sein Lebenswerk erinnert uns daran, dass Bildung und Technik immer auch eine Chance sind, die Welt ein Stück besser zu machen.

Schwandorf wurde im 19. Jahrhundert durch den Bau der Eisenbahn zu einem wichtigen Verkehrsknoten. Mit der Industrialisierung wuchs die Stadt schnell – doch ein entscheidender Schritt fehlte noch: die Elektrifizierung.
1893 wurde die schlechte Beleuchtung des Bahnhofs als Sicherheitsproblem kritisiert. Die Stadt reagierte und beschloss, elektrisches Licht einzuführen. Da das nötige Wissen und Geld fehlten, wurde Oskar von Miller beauftragt, eine Lösung zu entwickeln.
1895 entstand in Ettmannsdorf ein Elektrizitätswerk. Kurz darauf wurde der Bahnhof erstmals elektrisch beleuchtet – für viele Menschen ein beeindruckendes Erlebnis. Schon ein Jahr später lieferte zusätzlich Wasserkraft Strom für die Region.
Immer mehr Haushalte und Betriebe schlossen sich an das Stromnetz an. Elektrische Geräte erleichterten den Alltag – sogar das Kochen wurde erstmals elektrisch ausprobiert. Die Nachfrage wuchs so schnell, dass die Anlage bald erweitert werden musste.
Oskar von Millers Einfluss ist bis heute spürbar: Unsere Schule trägt seinen Namen – und steht damit in einer direkten Verbindung zu dieser Entwicklung.