Razan Aleid Alhallak (01/2026)

Wie Essen Kulturen verbindet

„Nicht normal“ gibt es nicht.

Ich begegne anderen Kulturen jeden Tag – nicht nur in der Schule, sondern auch in meinem Freundeskreis. Meine Freunde kommen aus Somalia, Schweden, Marokko und Syrien. Durch sie habe ich etwas gelernt, das ich vorher nicht wusste: Man kann Kultur schmecken.Einmal saß ich mit einem Freund aus Somalia am Tisch. Auf seinem Teller lag Reis – und eine Banane daneben. Ich war überrascht. Reis mit Banane? Für mich war das seltsam. Aber für ihn war es ganz normal. Er lachte und sagte: „Probier es.“
Und ich probierte. Es war anders – aber gut.Bei einer anderen Gelegenheit aß ich Couscous aus Marokko. Warm, mit Gemüse und Gewürzen. Es roch anders als das Essen bei mir zu Hause. Aber wir saßen zusammen am Tisch und redeten. Und plötzlich war es nicht mehr fremd.Auch Falafel aus Syrien oder schwedische Fleischbällchen mit Kartoffeln habe ich durch meine Freunde kennengelernt. Jedes Gericht erzählt eine Geschichte – von Familie, von Tradition, von Heimat.Früher dachte ich, Essen ist einfach nur Essen.
Heute weiß ich: Es ist viel mehr.Wenn wir zusammen essen, lernen wir uns besser kennen.
Essen verbindet Menschen – auch wenn sie aus verschiedenen Ländern kommen.

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